Plastikmüll im Meer auch für

Menschen eine Gefahr

 

 

Annegret Martens begrüßte Marcel Ricker von der Universität Oldenburg als Referenten.

 

Bericht: Ulrike Krebs

Bild: Andreas Gruner

 

Butjadingen Makroplastik, das Gegenstück zum noch kleinteiligeren Mikroplastik, war jetzt das Thema eines Vortrags, zu dem die Butjadinger Landfrauen eingeladen hatten. Im Butjadinger Hof in Burhave referierte Marcel Ricker von der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg über den gefährlichen Plastikmüll. Der Doktorand arbeitet seit zwei Jahren als physikalischer Ozeanograph in einem interdisziplinären Küsten-Forschungsprojekt mit.

Die Zahlen, die Marcel Ricker nannte, sind erschreckend: Allein auf dem Grund der Nordsee liegen nach den Vermutungen der Wissenschaftler 600 000 Kubikmeter Müll. Das, was man auf der Wasseroberfläche und an den Stränden sieht, mache gerade mal 30 Prozent der insgesamt in den Weltmeeren vorhandenen Kunststoffabfälle aus. Der nicht abbaubare Plastikmüll, vorwiegend Fischereiausrüstung, Plastiktüten und Verpackungsmaterial, gelange insbesondere durch die Industrie, die Fischerei, die Schifffahrt und den Tourismus ins Meer, so der Referent.

Um die Quellen und Verbreitungswege zurückverfolgen zu können, setzen die Wissenschaftler der Uni Oldenburg sogenannte Holzdrifter ein. Dabei handelt es sich, wie Marcel Ricker erklärte, um Holzstücke, die in ihren physikalischen Eigenschaften und damit in ihrem Verhalten auf dem Wasser dem Plastikabfall ähneln. Sie wurden an verschiedenen Standorten ins Wasser gelassen. Wer einen solchen Drifter am Strand entdeckt, sollte den Fundort unbedingt den Projektmitarbeitern über eine Homepage mitteilen.

Anhand der bisherigen Rückmeldungen und durch den Einsatz zusätzlicher GPS-Drifter, die alle zehn Minuten ihre Position durchgeben, habe sich gezeigt, dass ein Großteil des gefährlichen Plastiks von Wind und Strömungen durch die Deutsche Bucht in Richtung Dänemark getrieben wird, so der Referent. Um die sich anbahnende ökologische Katastrophe zu entschärfen, entwickeln die Wissenschaftler jetzt gemeinsam mit den vermutlichen Hauptverursachern realisierbare Müll-Vermeidungsstrategien.

Zudem betreiben die Wissenschaftler viel Öffentlichkeitsarbeit, um auf die Problematik des Plastikmülls in den Meeren aufmerksam zu machen. Denn dieser Abfall stellt für die Fauna und Flora eine massive Bedrohung dar. Und er gelangt über die natürliche Nahrungskette mit seinen Giftstoffen bis in die menschliche Nahrung. Plastikmüll ist damit nicht nur für das Ökosystem Meer eine ernstzunehmende Gefahr.

 www.macroplastics.de 

 nwz, 09.03.18


 

 

 

Nach toller Premiere erneut Kreativmarkt

 

Bericht:Brigitte Rademann

Bild: Gabriele Ittmann

 

 

 

 

Die Vertrauenfrauen erhielten wieder Blumen. Sie erfüllen als Bindeglied zwischen Vorstand und Mitgliedern eine wichtige Funktion.

 

Butjadingen Über einen Blumenstrauß, den ihnen Anke Plümer bei der Hauptversammlung überreichte, freuten sich auch in diesem Jahr die Vertrauensfrauen der Butjadinger Landfrauen. Die Aufgabe der Vertrauensfrauen ist es, den Kontakt zwischen den Mitgliedern und dem Vorstand zu halten. Ausgeschieden aus der Runde ist Karin Grimm. Ihre Nachfolgerin für den Bereich Waddens wurde Sabine Hansing.

Die Blumen für die Vertrauensfrauen sind eine Tradition bei den Hauptversammlungen der Landfrauen, der Jahresrückblick von Gisela Eilers ist eine zweite. Einmal mehr überließ es das aus Alie Siefken, Ute Cornelius und Anke Plümer bestehende Dreierteam an der Spitze des Vereins gerne der fleißigen Schriftwartin, die Aktivitäten des vergangenen Jahres Revue passieren zu lassen. Dazu zählten 2017 wieder Ausflüge, Vorträge und viele weitere Aktionen.

In guter Erinnerung geblieben ist den Landfrauen ein Ausflug nach Hude, den sie im Frühjahr unternommen hatten. Im Herbst fuhren die Butjenterinnen nach Bremen und verbrachten einen schönen Abend im Varieté-Theater. Interessant und unterhaltsam waren auch die Vortragsveranstaltung, bei denen es um Ernährung, Gesundheit und um gesellschaftliche Themen ging.

Vielfältig und abwechslungsreich soll es für die Landfrauen und interessierte Gäste auch im neuen Jahr weitergehen. Am Dienstag, 6. Februar, ist Gerda v. Lienen zu Gast im Butjadinger Hof; sie wird über „Gärten in Nordengland und Südschottland“ referieren. Am Dienstag, 6. März, steht eine weitere Vortragsveranstaltung auf dem Programm: Ein Vertreter des Mellumrates wird über die „Vermüllung der Meere“ sprechen. Am 10. April besucht Marlies Folkens die Landfrauen. Die aus Stollhamm stammende und inzwischen in Oldenburg lebende Autorin stellt ihr aktuelles, in Fedderwardersiel spielendes Buch „Inseltochter“ vor. Eine Tagesfahrt am 20. April wird die Landfrauen nach Groningen führen.

Gut angekommen ist im vergangenen Jahr eine Premiere: Erstmals hatte der Verein im Atrium in Burhave einen Kreativmarkt veranstaltet. Er soll am Sonntag, 19. August, eine Neuauflage erfahren. Dafür nimmt der Landfrauenverein bereits Anmeldungen entgegen (anke-pluemer@t-online.de).

nwz, 18.01.18